Nach den Skandalen: Autoindustrie im Stimmungstief

Skandale in der Autoindustrie: Drücken Skandale auf die Stimmung?

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Die deutsche Autoindustrie ist konfrontiert mit immer neuen Skandalen. Wir haben die Berichterstattung in verschiedenen Nachrichtenblättern im dritten Quartal 2017 hinsichtlich der vermittelten Stimmung analysiert. Dabei zeigten sich interessante Zusammenhänge mit berichteten Skandalen.

Zuerst gingen wir der Frage nach, ob sich die verschiedenen Skandale in der Autoindustrie in der von Berichten vermittelten Stimmung und Wahrnehmung, der verschiedenen Automarken niederschlagen. Dazu haben wir jeweils 1000 Nachrichtenbeiträge an verschiedenen Tagen mit unserer Textanalyse untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig. Skandale wirken sich ganz direkt auf die Stimmung und Wahrnehmung aus. Im Zeitraum zwischen Juli und August 2017 war die Stimmung, die in Nachrichtenbeiträgen über VW zum Ausdruck kam, insgesamt negativ. Betrachtet man einzelne Tage, stechen aber einige besonders negativ hervor. So wurden am 24. Juli Kartellvorwürfe in der Presse laut. Diese Vorwürfe hatten unmittelbare Einflüsse auf die Stimmung in Berichten (Abbildung 1). Die Stimmung in den Nachrichten ist deutlich schlechter, als an den Vergleichstagen. An diesen waren die Skandale weniger aktuell.

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Abbildung 1: Stimmung in Nachrichtenbeiträgen über Volkswagen an verschiedenen Tagen
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Abbildung 2: Negative Emotionen in Nachrichtenbeiträgen über Volkswagen

Wahrnehmung der Skandale in der Autoindustrie: Erfolgreich oder Erfolglos

Außerdem haben wir auch untersucht, wie die Autobauer in den Nachrichtenbeiträgen wahrgenommen werden. Die 100 Worte Sprachanalyse erfasst neben anderen Dimensionen auch, ob Texte eher Erfolg oder Misserfolg vermitteln. Hier haben wir alle deutschen Autobauer am 24. Juli 2017 anhand verschiedener Nachrichtenbeiträge miteinander verglichen. An diesem Tag werden vor allem VW und BMW mit Misserfolg assoziiert (Abbildung 3). Interessanterweise kommt Daimler mit seiner Marke Mercedes im Vergleich gut weg. Grund hierfür könnte sein, dass sich Daimler bei den Kartellvorwürfen zuerst gemeldet hat und damit auf Straffreiheit hoffen darf.

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Abbildung 3. Erfolg und Misserfolg in Berichten über verschiedene Autobauer am 24. Juli 2017

Über 100 Worte Sprachanalyse

Wie in diesem Artikel beschrieben, entsteht in jedem Bericht, Post oder Tweet eine Markenbotschaft Ihres Unternehmens. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, diese Botschaften zu analysieren. So können Sie das Image Ihrer Marke besser verstehen. Grenzen Sie das eigene Image von dem Ihres Wettbewerbers ab und differenzieren Sie dadurch die eigenen Produkte bzw. Dienstleistungen messbar. Schaffen Sie so einen höheren Wiedererkennungswert und generieren Sie damit Wettbewerbsvorteile. www.100worte.de

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