Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die folgenden Fragen werden uns recht häufig gestellt, weshalb Sie hier gesammelt Antwort erhalten. Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Allgemeine Fragen

Bei der Entwicklung der 100 Worte-Analyse wurden zahlreiche psychologische Studien berücksichtigt, an denen Forscher aus verschiedenen Disziplinen beteiligt waren. Die Forscher haben sich bereits die Frage gestellt, wie stark Sprachelemente mit Persönlichkeitsmerkmalen zusammenhängen. Darüber hinaus haben wir zur Überprüfung selbst Validierungen durchgeführt. Ein gängiges Maß für den Zusammenhang zwischen Merkmalen ist die Korrelation. Die Korrelation kann Werte zwischen 1 (für einen perfekten positiven Zusammenhang), -1 (für einen perfekten negativen Zusammenhang) und 0 (wenn es keinen Zusammenhang gibt) annehmen. Weil aber Persönlichkeitsmerkmale oftmals von anderen Einflüssen verdeckt sind, werden nur selten Korrelationen über 0,4 gefunden. In der psychologischen Forschung gelten Werte ab 0,2 als valide und ab 0,3 als gut.

Die folgende Tabelle zeigt die Stärke der Zusammenhänge:
Merkmal 100 Worte
Validierung
Newmann et al.
(2008
Schultheiss
(2013)
Pennebaker et. al
(2014)
Kacewicz et. al
(2013)
Stimmung 0.5
Geschlecht 0.34 0.31
Motiv
Macht
0.18
Motiv
Erfolg
0.29
Motiv
Beziehung
0.28
Denkstil 0.24
Dominanz 0.18
Die Häufigkeit, mit der wir bestimmte Wörter benutzen, verrät etwas über die Persönlichkeit. Diesen Zusammenhang, den viele auch intuitiv vermuten würden, wurde in einigen wissenschaftlichen Studien gezeigt (Tausczik et al., 2010 für einen Überblick). Unsere Sprachanalyse basiert hauptsächlich auf Arbeiten des amerikanischen Sozialpsychologen James W. Pennebaker, der in verschiedenen Studien nachweisen konnte, dass gerade die scheinbar unwichtigen Funktionswörter am meisten über eine Person verraten. Wie sich die Persönlichkeit in Sprache genau äußert, soll im Folgenden erläutert werden. Wie Menschen denken – eher analytisch oder intuitiv - bildet sich ebenfalls in Sprache ab. So verwenden Menschen mit analytischem Denkstil vermehrt Funktionswörter, die der Sprache Genauigkeit geben, wie z. B. Artikel oder Präpositionen. Diesen Zusammenhang entdeckten Forscher, als sie Motivationsschreiben von Studenten untersuchten (Pennebaker et al., 2014). Auch die Dominanz von Menschen lässt sich aus Sprache ableiten. Dazu wurde in mehreren Studien untersucht, wie dominante Menschen im Vergleich zu anderen Mitgliedern einer Gruppe diskutieren. Kacewicz und Kollegen (2013) konnten diesen Zusammenhang in ihrer Studie Pronoun Use Reflects Standings in Social Hierarchies (2013) zeigen. Neben den beschriebenen Zusammenhängen zeigten sich noch einige weitere, wie zum Beispiel dass sich zwischenmenschliche Zuneigung in der Sprachähnlichkeit ausdrückt. Tausczik et al. (2010) geben in ihrer Arbeit einen Überblick.
Bisher können Texte, die in deutscher oder englischer Sprache verfasst wurden, analysiert werden. Wir arbeiten derzeit an der Erweiterung um zusätzliche Sprachen.
Ja. Dazu nutzen wir verschiedene Verfahren wie z. B. das sog. Word-Embedding. Dabei werden indikative Wörter, die wir aktuell schon berücksichtigen, mit „neuen“ Wörtern verglichen. Wenn die neuen Wörter inhaltlich ähnlich sind, nehmen wir sie in unseren Wortbestand auf. Zusätzlich reichern wir unsere Statistiken und Vergleichswerte mit neuen Textproben an, um so genauere Vergleiche zu ermöglichen. Darüber hinaus lassen wir Daten sprechen. Dazu erheben wir mittels Machine Learning, welche Wörter indikativ für verschiedene Merkmale, wie z. B. Ärger, sind.
Aufgrund unseres breiten Portfolios, bieten wir verschiedene Analysepakete an, die wiederum je nach Unternehmensgröße und -bedürfnissen variieren. Zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen, um ein maßgeschneidertes Angebot von uns anzufordern.
Die Dokumente werden als PDF von unserem Sprachanalysecore ausgewertet, es werden weder weitere Datensätze angelegt noch abgeglichen. Es werden Textmenge, Textmodalität, Textbindung nach dem 100 Worte Analysecore gescannt, ausgewertet und in einem Score zu den einzelnen Bewertungsmerkmalen ausgegeben. Weitere Text- und Datensatzverknüpfungen finden nicht statt. Die Datensätze verbleiben als PDF gekapselt auf dem Anwender-Account und werden eigenverantwortlich von diesem auch verwaltet. Monatlich werden zudem unsere Datenhaltung und Konsistenz in internen Audit-Verfahren festgehalten und überprüft.
Ja, können wir. Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie von unserer Sprachanalyse Gebrauch machen wollen, sich aber unsicher sind, ob unser Produkt, wie wir es derzeitig anbieten, die perfekte Lösung für Sie darstellt. Wir sind dazu in der Lage, und auch bereit, ein Proof-of-Concept mit Ihnen durchzuführen.
Sie planen ein Projekt, bei dem Sie gerne mit uns zusammenarbeiten würden? Ihre Idee könnte auch uns interessieren? Dann kommen Sie gerne auf uns zu. Wir freuen uns über Kooperationsmöglichkeiten.
Competence-Monitor
Ja. Musterbewerbungen, die aus dem Netz beschaffen und nur an einzelnen Stellen abgeändert wurden, können erkannt werden. Dabei stützen wir uns auf einen Datensatz bereits identifizierter Musterbewerbungen. Wenn eine Übereinstimmung zwischen diesen und der von Ihnen hochgeladenen Bewerbung zu finden ist, können wir Ihnen den Grad der Übereinstimmung mitteilen.
In der Wissenschaft stellt die soziale Erwünschtheit generell ein Hindernis dar, da sich deren Effekte nie ganz beseitigen lassen: Menschen antworten in Fragebogen, Persönlichkeitstest oder Bewerbungsgesprächen vorwiegend so, wie sie glauben, dass das Gegenüber es sich von ihnen wünscht bzw. so, wie es die Gesellschaft erwarten könnte. Dass Bewerbungsschreiben in der Regel der sozialen Erwünschtheit entsprechend formuliert oder von Dritten mehrmals Korrektur gelesen werden, stellt für unsere Sprachanalyse kein Problem dar. Wir sind der Meinung, dass die Überlegungen, die ein Bewerber diesbezüglich anstellt, für ihn und seine Soft Skills/ seine sozialen Fähigkeiten sprechen.

Die Effektstärke der sozialen Erwünschtheit ist bei unserer Analyse ähnlich ausgeprägt wie bei herkömmlichen Persönlichkeitstests, die im Rahmen des Bewerbungsprozesses durchgeführt werden. Fällt das Ausmaß der sozialen Erwünschtheit bei allen Bewerbern etwa gleich aus, so ist dieser Fehler auch zwischen den Bewerbern vergleichbar und kann vernachlässigt werden.
Ja. Sie haben die Möglichkeit, gleich zu Beginn – noch vor Hochladen der Bewerbungsschreiben – Ihren Wunschkandidaten anhand der Stärke der Ausprägungen auf allen Ebenen festzulegen. Anschließend werden Ihnen nur die Kandidaten angezeigt, die der gewünschten Ausprägung entsprechen.
Ja. Bevor Sie die Bewerbungsschreiben analysieren dürfen, müssen die Bewerber dieser Analyse laut EU-DSGVO zustimmen.

Brand-Awareness-Radar

In die Analyse können alle Online-Auftritte Ihres Unternehmens (Website, Social-Media-Posts und -Kommentare) sowie Berichterstattungen, Kundenbewertungen außerhalb Ihres Social-Media-Auftritts und Nachrichten miteinbezogen werden. Dabei werden folglich sowohl Ihre Kommunikationsweise als auch die Ihrer Kunden analysiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Ihre Wettbewerber und deren Kommunikationsstrategie ebenfalls in der Analyse mitberücksichtigt werden.
Das ist nicht Teil unserer Analyse. Allerdings können Sie mit den Ergebnissen, die Sie mit Hilfe unserer Sprachanalyse erhalten, einen unserer Partner, wie z.B. die LU-Linguistische Unternehmenskommunikation , beauftragen, der für Sie die ideale Kommunikationsstrategie entwickelt. Dabei spielen die über unsere Analyse ermittelten Ergebnisse eine essenzielle Rolle für die passende Positionierung Ihres Unternehmens und eine erfolgreiche Kundenbeziehung.
Der Brand-Awareness-Radar ist in der Lage, automatisiert, objektiv und in Echtzeit Textdaten zu analysieren. Somit kann die Effizienz der Werbewirkungsanalyse gesteigert werden, wodurch mehr Zeit für die konkrete Konzipierung der optimalen Strategie bleibt. Kostenintensive Beratungen zu beauftragen, um eine Analyse der von Ihren Kunden präferierten Kommunikation zu erhalten, können Sie mit Hilfe unseres Verfahrens umgehen. Wenn sie dennoch eine Kommunikationsberatung beauftragen möchten, dann sind Sie jederzeit dazu berechtigt, die mit dem Brand-Awareness-Radar ermittelten Ergebnisse an diese weiterzutragen, sodass sie in die Konzipierung miteinfließen können.
Unser Denken formt unsere Sprache. Bis zu einem gewissen Grad ist die Sprache beeinflussbar, allerdings kann der Denkstil, der sich in unserer Sprache äußert, nie gänzlich unterdrückt werden. Dadurch werden auch unsere Motivationen, Emotionen und Bedürfnisse sichtbar, die anzeigen, welche Art der Kommunikation, z.B. eine sehr persönliche Interaktion oder eine eher distanzierte Ansprache, wir bevorzugen. Vor allem im Bereich Social Media oder Google-Bewertungen, wo Ihre Kunden über Ihr Unternehmen vor einer breiten Öffentlichkeit sprechen und Nutzer zu einer eher spontanen als wohl überlegten Sprache tendieren, wird das Denken des Verfassers sichtbar.
Der Brand-Awareness-Radar hilft Ihnen dabei, die Bedürfnisse, Emotionen, Motivationen und Denkstile Ihrer Kunden zu verstehen und besser einschätzen zu können. Somit können wir für Sie herausfinden, wie Ihre Kunden kommunizieren. Daraus lässt sich die von Ihren Kunden präferierte Umgangsweise, d.h. welche Ansprache sie bevorzugen, ableiten. Zusätzlich sind wir in der Lage, zu analysieren, wie über Sie berichtet wird, d.h. welcher Tenor beispielsweise in der Presse vorherrscht. Die Kombination dieser beiden Analysen ist einzigartig und sorgt nicht nur dafür, dass Sie Ihr Unternehmen gezielter positionieren können, sondern auch für eine bessere Kundenbeziehung.