Text Mining als Basis für unser Analyseverfahren

Wie 100 Worte Text Mining anwendet

Unter Text Mining versteht man die Analyse von unstrukturierten Daten in Texten – in unserem Fall die Analyse von geschriebener Sprache. Dabei fokussieren wir uns, anders als bei bisherigen Analysen, nicht nur auf den Inhalt der Sprache, sondern auch auf die Struktur. In langjähriger sozialpsychologischer Forschung konnten Wissenschaftler verschiedene Persönlichkeitsmerkmale ausmachen, die sich in Sprache abbilden. Gefühle drücken sich meist über Inhaltswörter wie "gut" oder "schlecht" aus. Andere Merkmale, wie beispielsweise das Durchsetzungsvermögen eines Menschen, werden hingegen über die Struktur der Sprache, mithilfe sogenannter Funktionswörter, vermittelt. Die Kombination der beiden Ansätze – Inhaltswörter und Funktionswörter – ist einzigartig und gibt es nur bei 100 Worte.

Einen Überblick über die verschiedenen Arbeiten, die den Zusammenhang zwischen Sprache und Persönlichkeit beforscht haben, finden Sie hier.

Identifikation folgender Persönlichkeitsmerkmale

1. Emotionen

Die Verwendung bestimmter Wörter verrät etwas über die aktuelle Gefühlslage einer Person: Ist sie momentan traurig, verärgert oder fröhlich? Darüber hinaus zeichnen sich in der Sprache aber auch generelle Persönlichkeitszüge ab und geben an, ob eine Person zum Beispiel eher melancholisch ist und zur Depression neigt oder eine Frohnatur ist.

2. Bedürfnisse

Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse. Henry Murray, ein amerikanischer Psychologe, postulierte die Bedürfnisse nach Macht und Kontrolle über andere, (berufliche) Erfolge und Weiterentwicklung sowie gute Beziehungen zu anderen Menschen als grundlegende Bedürfnisse. Laut Murray können Menschen auf diesen drei grundlegenden Dimensionen eingeordnet werden. Der Sprachgebrauch verrät etwas über die Bedürfnisse und darüber, was Menschen besonders wichtig ist.

3. Denkstile

Mit Sprache drücken Menschen unbewusst aus, wie sie denken. Aktuell lassen sich zwei Denkstile in Sprache unterscheiden: Der analytische Stil, der sich durch die Verwendung von vielen Artikeln, Präpositionen und Nomen auszeichnet, steht dem explorativen Denkstil (="Bauchentscheider") gegenüber, der sich durch einen verstärkten Gebrauch von Pronomen, Hilfsverben und Adverbien ausdrückt.

4. Sozialer Status (Dominanz)

Wenn Menschen zusammentreffen, bilden sich oft schon nach kurzer Zeit Hierarchien heraus. Dabei nehmen die einen die dominantere und die anderen die untergebene Position ein. Neben non-verbalen Hinweisen auf den sozialen Status, wie etwa die physische Distanz zum anderen oder eine offene Körperhaltung, ist auch hier die Sprache ein verlässlicher Indikator. Namentlich sind es Pronomen, die auf den sozialen Status einer Person hindeuten, da diese Gruppe von Wörtern sehr häufig verwendet wird, durch die soziale Beziehungen besonders deutlich werden.

5. Beziehungsqualität

In vielen sozialen Situationen passen wir unser Verhalten an das unseres Gegenübers automatisch an – besonders dann, wenn uns etwas am anderen liegt. Diese automatische Anpassung gibt Auskunft darüber, wie gut die Beziehung zwischen den Gesprächspartnern ist und bildet sich in der Sprache ab. Die Messung der Beziehungsqualität aus der Sprache macht nur in Konversationen zwischen mindestens zwei Menschen Sinn. Unsere Analyse kann diese messen.

Das 100 Worte Text Mining selbst ausprobieren

Mit der 100 Worte Sprachanalyse können Sie Text Mining selbst testen. Geben Sie dazu einen von Ihnen verfassten Text ein, der mindestens 100 Worte umfasst. Je länger der Text, desto zuverlässiger wird das Ergebnis. Lassen Sie sich von unserer wissenschaftlich fundierten Analyse überzeugen.

Bitte geben Sie Texte mit weniger als 20.000 Buchstaben ein.

Fakten zum Analyseverfahren von 100 Worte

32126

In Analyse Berücksichtigte Worte

47

Wörterbücher integriert

20

Studien berücksichtigt

34

Wissenschaftler an Studien beteiligt