Mitarbeiter Wertschätzung – Mehr als nur ein Buzzword

Mitarbeiter Wertschätzung – Mehr als nur ein Buzzword

Eine nette Begrüßung hier, ein freundliches Lächeln da, regelmäßiges konstruktives Feedback, „Bitte“ und „Danke“ sagen. Gesten, die nichts kosten, dabei aber große Wirkung zeigen. Wertschätzung ist das Zauberwort.

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Wer jetzt denkt, Wertschätzung zu zeigen, sei kein Hexenwerk und daher eine Selbstverständlichkeit im alltäglichen Leben, der irrt. Viele Studien, wie z.B. eine unter den Nutzern der Online-Recruiting Plattform „Monster“ durchgeführte Umfrage, haben gezeigt, dass in zahlreichen Unternehmen Wertschätzung Mangelware ist. Und das obwohl Studien, wie beispielsweise der Fehlzeiten Report der AOK belegen, dass Wertschätzung Mitarbeiter gesünder hält und deren Identifikation mit dem Unternehmen zu Gute kommt.

Vielen ist die Relevanz der Wertschätzung, gerade im unternehmerischen Kontext, zwar bewusst. Jedoch sind sie in dem Irrglauben, Wertschätzung und Loben seien dasselbe. Genug Lob und der Mitarbeiter erfährt Wertschätzung. Wieso Wertschätzung und Loben jedoch zwei Paar Schuhe sind und worauf es bei Mitarbeiter Wertschätzung ankommt. Dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle.

Wertschätzung vs. Loben

Was genau bedeutet „Wertschätzung“?

Wertschätzung setzt sich aus zwei Worten zusammen. Zum einen „Wert“ und zum anderen „Schätzen“.

„Schätzen“ kommt dabei von „Schatz“, was wir verwenden, sollten wir etwas „für sehr gut befinden“. Nicht grundlos nennen wir auch unsere Liebste oder unseren Liebsten „Schatz“.
„Wert“ hingegen ist messbar. Ist von „Wert“ oder „Werten“ die Rede, so können entweder Sachen (Objekte) oder aber Individuen (Subjekte) gemeint sein.

Setzt man diese Teile nun zusammen, so kommt man auf „Wertschätzen“ oder aber „Wertschätzung“. Mit ihr ist also das Schätzen von Wert einer oder mehrerer Objekte oder Subjekte gemeint. Wir setzen unseren Fokus auf Wertvorstellungen, meist von anderen, die uns imponieren. Und dies bringen wir durch Aufmerksamkeit, Interesse, Respekt und Feedback zum Ausdruck. Das können wir nonverbal mittels Gestik und Mimik machen oder aber verbal.

Was bedeutet dann„Loben“?

Loben und Wertschätzung sind hierbei zu unterscheiden.
Loben (aus althochdeutsch „lobōn“ = „anerkennen“, „preisen“) bezieht sich explizit auf eine bestimmte erbrachte Leistung. Es ist sichtbar und wird zur Motivationssteigerung verwendet. Jedoch impliziert Lob eine Hierarchie zwischen dem, der lobt und demjenigen, der gelobt wird.

Wertschätzung hingegen ist unabhängig von erbrachten Leistungen. Der Mensch und dessen Eigenschaften stehen im Vordergrund. Sie werden respektiert, anerkannt und geschätzt. Und das auf gleicher Augenhöhe. Wertschätzung ist also weitaus mehr als Loben.

„Wenn Werte nicht geschätzt werden, dann gehen sie unter.“
Frank H. Sauer (Das große Buch der Werte 2018, S.171)

Wieso Mitarbeiter Wertschätzung als Unternehmenskultur wichtig ist

Die meisten Arbeitnehmer kennen das – merkt man, dass die eigene Arbeit wichtig für das Unternehmen ist, dann steigt die Motivation. Man arbeitet schneller und mit mehr Freude (daher eventuell sogar länger). Neue Ideen entwickeln sich wie von selbst. Nicht nur die Motivation steigt, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Und das überträgt sich auch auf unser Umfeld.

Das ist nicht nur eine Erfahrung, die viele von uns machen. Theoretiker wie Gary Chapman, Paul White, Reinhold Haller oder Carsten Bach weisen das schon lange nach. Die Motivation von Mitarbeitern steigt, sobald sie merken, dass ihre Arbeit als wichtig angesehen wird. Merken Mitarbeiter jedoch nicht, welchen Mehrwert ihre Arbeit für das Unternehmen darstellt, so sinkt die Motivation schnell. Weniger Motivation bedeutet weniger Freude an der Arbeit. Das hat ein höheres Krankheitsrisiko und sinkende Produktivität als Folge. Letztendlich übertragen sich demotivierte Haltungen von Mitarbeitern und das Arbeitsklima wird folglich immer schlechter.

Um dem entgegenzuwirken gibt es eine Formel. Diese Formel heißt: Mitarbeiter Wertschätzung. Diese muss als Unternehmenskultur gelebt werden. Und das von jedem einzelnen Teil des Unternehmens. Dabei gilt es, den Mitarbeiter als einen Menschen mit Wert zu sehen, der anerkannt und respektiert wird. Jeder Mitarbeiter- ob CEO, IT-Spezialist oder Kantinenleiter – erfährt Wertschätzung. Seine Arbeit wird anerkannt und respektiert.
Wird diese Unternehmenskultur der Mitarbeiter Wertschätzung konstant gelebt, ist ein produktives Arbeitsklima garantiert. Mitarbeiter sind motivierter, weniger häufig krank und zudem kreativer.
Doch wie gelingt Mitarbeiter Wertschätzung?

So gelingt Mitarbeiter Wertschätzung – Tipps

Mitarbeiter Wertschätzung ist zwar kein Hexenwerk. Jedoch sollte eine Basis vorhanden sein, um Wertschätzung überhaupt gewährleisten zu können. Dazu gehören für uns folgende Punkte:

  • Die eigene Arbeit wertschätzen.
  • Höfliches und respektvolles Miteinander.
  • Der Jobtitel definiert die Aufgaben wie auch die Position im Unternehmen – nicht aber den Menschen und dessen Wert.
  • Wo gearbeitet wird, können Fehler gemacht werden. Aus ihnen gilt es, zu lernen.
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Werden diese Punkte befolgt, so wird schon für ein konstruktives Arbeitsklima gesorgt. Wie aber kann man seinen Mitarbeitern aktiv mehr Wertschätzung entgegenbringen?

Wie zeigt man Wertschätzung?

Mitarbeiter Wertschätzung beeinflusst also direkt das Arbeitsklima und damit das Umfeld, in dem gearbeitet wird. Letztendlich nimmt die Motivation der Mitarbeiter zu und davon profitiert das gesamte Unternehmen. Denn motivierte Mitarbeiter arbeiten nicht nur lieber, sondern auch besser.

3 leicht umsetzbare Tipps für mehr Mitarbeiter Wertschätzung
  • Zeit nehmen für die Mitarbeiter!
    Merkt der Mitarbeiter „Hier wird sich Zeit für mich und mein Anliegen genommen“, so fühlt er sich automatisch wertgeschätzt.
  • Fragen stellen und aktiv zuhören!
    Das vermittelt dem Mitarbeiter Interesse und füttert sein Wertschätzungs-Konto.
  • Um Rat fragen!
    Wer wird denn nicht gerne nach seiner Meinung oder um einen Rat gefragt? Man merkt, die eigene Meinung wird als relevant angesehen. Sie wird respektiert und…wertgeschätzt!
2 weitere Tipps für Fortgeschrittene
  • Verantwortung abgeben!
    Verantwortung sollte jeder Mitarbeiter in einem gewissen Maßen besitzen. So merkt der Mitarbeiter, ihm wird etwas zu getraut. Ein weiterer Punkt für das Wertschätzungs-Konto.
  • Konstruktives Feedback geben!
    Dabei sollte „Negatives“ nicht als negativ dargestellt werden, sondern als „Raum für Verbesserungen“. Wichtig ist zudem, das Vorgehen von der Person zu trennen. Sätze wie „Was haben Sie sich dabei nur gedacht“ sollten tunlichst vermieden werden!
Zwei weitere Tipps für maximale Mitarbeiter Wertschätzung
  • Loben nicht vergessen und auf Gestik wie auch Mimik achten!
    Auch wenn Loben nicht dasselbe wie Wertschätzung ist – ein Lob tut jedem gut. Und geschieht das mit Wertschätzung, hat es den doppelten Effekt.
  • Wertschätzende Worte los gelöst von konkreten Ereignissen!
    „Sie bringen stets gute Laune mit“, „Sie sind eine echte Bereicherung für das Team“, „Auf Sie ist Verlass!“. Solche Worte motivieren mehr als jedes Lob. Vor allem, wenn der Mitarbeiter nicht damit rechnet!

Die genannten Punkte gelten nicht nur für Führungspositionen, sondern für alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Außerdem sollten sie in Kombination verwendet werden, um Mitarbeiter Wertschätzung voll zu leben.

Wie 100 Worte Mitarbeiter Wertschätzung gewährleisten kann

Auch wir leben die oben genannten Punkte der Mitarbeiter Wertschätzung. Aber wir können einen Schritt weitergehen.

Dank unserer Psychological AI können wir nach Zustimmung unserer Mitarbeiter deren Persönlichkeitsmerkmale analysieren. So können wir feststellen, wie unsere Mitarbeiter ticken und was sie motiviert. Damit gelingt eine bessere und zuverlässig wertschätzende Ansprache.

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