Eine Stellenanzeige schreiben – Implizite Motive als Erfolgsfaktoren

stellenanzeige schreiben-laptop-kaffee-zeitungStellenanzeigen schreiben – Diese Aufgabe gehört zur täglichen Arbeit eines jeden Recruiters und Mitarbeiters der HR-Abteilung. Stellenanzeigen sind nämlich immer noch fester Bestandteil des Recruitingprozesses in so gut wie allen Unternehmen. Schreiben Recruiter keine Stellenanzeige, wissen Bewerber weder, um welche Stellen es sich handelt noch, welche Aufgaben sie beinhaltet oder welches Können sie mitbringen sollten.

Doch wie schreibt man eine Stellenanzeige? Und nicht nur irgendeine Stellenanzeige- sondern eben diese, welche die richtigen BewerberInnen, jene mit dem gesuchten Anforderungsprofil, anspricht?

Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag nicht, wie sie eine Stellenanzeige schreiben im klassischen Sinne des Aufbaus und was denn genau inhaltlich reingehört. Das behandeln schon zahlreiche andere Blogbeiträge und seien wir ehrlich – das gehört mit Sicherheit zu Ihrem grundlegenden Expertenwissen.

Wir gehen einen Schritt weiter und zeigen Ihnen, wie Sie die Kandidaten als BewerberInnen gewinnen, die optimal auf Ihre freie Stelle passen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Unterbewusstsein Ihrer Zielgruppe ansprechen und so mehr passende Bewerber und Bewerberinnen für Ihr Unternehmen gewinnen.

Der Schlüssel zum perfekten Stellenanzeigen schreiben findet man in der Psychologie. Die impliziten Motive Ihrer Bewerber ermöglichen es Ihnen, diese auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Wieso? Und was sind (implizite) Motive überhaupt? Und wie können wir Ihnen konkret helfen? Lesen Sie weiter und werden Sie zum Profi im Stellenanzeige schreiben!

Bevor wir zum Stellenanzeige schreiben kommen: Was sind Motive?

Vorlieben oder auch Präferenzen, die unser Handeln erklärbar machen – so könnte man Motive, einfach ausgedrückt, erklären. Sie drücken unsere Präferenz aus, bestimmte Situationen positiv oder negativ zu bewerten und diese entsprechend aufzusuchen oder zu vermeiden. Dabei sind Motive über die Zeit beständig und nicht direkt beobachtbar. Deshalb werden sie eher als Konstrukte verstanden.

Welche unterschiedlichen Motive gibt es?

Ein Gedankengang David McClellands bildet den Ursprung der Unterscheidung zwischen impliziten und expliziten Motiven bzw. Handlungsmotiven.

McClelland geht davon aus, dass implizite Motive auf früh erlernten und emotional gefärbten Präferenzen beruhen, sich wiederholend mit gewissen Formen von Anreizen auseinander zu setzen. Aufgrund der frühzeitigen Prägung sind sie nichtsprachlich repräsentiert und können deshalb auch nicht mit Methoden des Selbstberichts erfasst werden. Somit sind uns unsere impliziten Motive also unbewusst – wir haben keinen direkten Zugriff auf sie.

Auf der anderen Seite gibt es die expliziten Motive. Sie spiegeln unser Selbstbild wider und definieren somit, wer wir gerne sein wollen, was uns wichtig ist und was wir erreichen wollen. Sie geben also Aufschluss über unsere eigene Vorstellung unserer handlungsbestimmenden Motive. Diese schreiben wir uns selbst zu, weswegen sie nicht zwingend mit jenen impliziten Motiven übereinstimmen, die unserem Handeln wirklich zugrunde liegen.

Diese Motive sind beim Stellenanzeige schreiben wichtig

McClelland unterscheidet zwischen Leistungs-, Macht- und sozialem Anschlussmotiv. Je nach Ausprägung der drei Motivbereiche zeigen Menschen verschiedene Motivation und dadurch ein anderes Verhalten.

implizite-motive

Wie zahlreiche Studien nachgewiesen haben, hängen implizite Motive und Sprache zusammen. Grundlegende Motive, wie die eben erklärten, bilden sich in unserer Sprache ab und geben so Aufschluss über unsere Persönlichkeit. Es gibt vielerlei wissenschaftliche Ergebnisse, die zeigen, dass z.B. das Wort „führen“ das Machtmotiv anspricht, wobei Worte wie „leisten“ oder „weiterentwickeln“ das Leistungsmotiv ansprechen.

Motive nach McClelland sind Erfolgsfaktoren für das Stellenanzeige schreiben

Wie schon erklärt, äußern sich die impliziten Motive eines Menschen in seiner Sprache. Daher kann man dessen Motive auch mittels der Verwendung der entsprechenden Worte ansprechen und so sein Interesse für das jeweilige Thema mehr gewinnen.

Für das Schreiben einer Stellenanzeige bedeutet dies für Sie, dass Sie zunächst einmal das Sollprofil beziehungsweise Anforderungsprofil der zu besetzenden Stellen anhand der drei Motive nach McClelland formulieren müssen. Benötigt man in dieser Position eine höhere Ausprägung des Leistungsmotivs (z.B. häufig bei IT-Spezialisten) oder eine stärkere Ausprägung des Machtmotivs (z.B. bei Managern)?

Im zweiten Schritt sollten Sie dann bei der Formulierung der Stellenausschreibung darauf achten, dass Sie eine bestimmte Sprache verwenden. Und zwar so eine, welche die Motive des Sollprofils (respektive potenzieller Bewerber) ansprechen. Das hat den Vorteil, dass sich passende Kandidaten auf die freie Stelle mehr angesprochen fühlen. Sie finden sich nämlich (unbewusst) in der Stellenanzeige wieder.

Wenn Sie jetzt denken, das ist Träumerei, dann irren Sie sich. Denn die Wissenschaft liefert zu diesem Thema aussagekräftige wie auch valide Ergebnisse. Die wissenschaftlichen Hintergründe entnehmen Sie beispielsweise unser Whitepaper zu unserem Analyseverfahren oder Sie schauen mal in unsere Studie rein. Dazu können Sie mehr über die Motive im Rahmen unserer Produktbereiche in unserem Blogbeitrag Die Bedeutung der Motive für Mensch und Unternehmen nachlesen.

Durch bessere Stellenanzeigen bessere Werte erzielen

Weil wir aber wissen, dass Zahlen immer interessant sind, hier ein paar Referenzwerte. Wird bei der Personalauswahl auf implizite Motive geachtet:

  • Erhöht sich die um Mitarbeiterzufriedenheit 35% (Jenkins et al. 1994)
  • Steigen unternehmerischen Erfolge um 50% (Collins et al. 2006)
  • Werden Stellenanzeigen verbessert für mehr Bewerber (+30%)
  • Erhöht sich die die Qualität der Bewerberauswahl (+77%)

Doch aufgrund ihres hohen unbewussten Anteiles, können implizite Motive nicht direkt versprachlicht werden- es sei denn hat unseren einzigartigen 100 Worte Augmented Writer (Teil unserer innovativen Talent Intelligence) zur Hand.

100 Worte Augmented Writer – Stellenanzeigen schreiben mit der Hilfe von psychologischer KI

Basierend auf unserer Psychological AI können Stellenanzeigen mit wenigen Klicks optimiert werden. Eine zielgerichtete Formulierung sorgt für die Ansprache der impliziten Motive der Kandidaten. Außerdem sorgt unser Tool für eine genderneutrale Sprache (mehr zum Thema Genderbias), was beispielsweise die Anzahl an weiblichen Bewerbungen um 25% erhöhen kann (Gaucher et al. 2011).

Wie genau Sie unser Tool anwenden?

Denken Sie zurück an unsere zu Beginn beschriebenen zwei Schritte im Stellenanzeigen schreiben Prozess.

SCHRITT 1

Im ersten Schritt legen Sie das sogenannte „Sollprofil“ an. Dieses beinhaltet die Ausprägung der drei Motive nach McClelland, welche je nach Stelle variieren. Unser Tool verfügt bereits über zahlreiche Profile (alphabetisch sortiert), die auf wissenschaftlich fundierten Daten erstellt wurden. Selbstverständlich kann für jede beliebige zu besetzende Stelle ein Profil erstellt werden. Ein kleiner Fragebogen, der im Tool integriert ist, gibt Ihnen hierbei die nötige Unterstützung für eine erfolgreiche Sollprofil Erstellung.

Auch können Sie Ihre Top Performer einen Text schreiben lassen. Dieser kann dann gemeinsam mit unseren 100 Worte Competence Monitor– welcher unsere Talent Intelligence abrundet- analysiert werden. So erhält man die Motive, welche die Bewerber dieser Position mitbringen sollten.

SCHRITT 2

Im zweiten Schritt öffnen Sie unseren Augmented Writer innerhalb unserer innovativen Talent Intelligence. Sie geben dann das Sollprofil der entsprechenden Stelle an und fügen anschließend den Text der Stellenanzeige per „Copy-Paste“ Funktion ein. Oder aber Sie schreiben die Stellenanzeige von Beginn an in unserem Tool.

Mit einem simplen Klicken auf „Update“ aktivieren Sie die Analyse der Stellenanzeige. Innerhalb von Sekunden stehen die Ergebnisse bereit und das Optimieren der Stellenanzeige kann beginnen.

TOOL STARTET ANALYSE

Unser Augmented Writer gibt jetzt verschiedene Vorschläge zur Optimierung an. Werden zu viele Leistungsworte verwendet? Ist ein Satz zu lang oder zu kompliziert? Haben Sie die Stellenanzeige zu männlich formuliert? Unser Tool analysiert diese und weitere Punkte, wobei dabei Augmented Writing angewendet wird. Über unsere Demoversion können Sie unser Tool kostenfrei und unverbindlich testen. Unser Tutorial zu unserem Augmented Writer unserer Talent Intelligence erklärt Ihnen auch nochmals detailliert, wie Sie mit unserem Tool die beste Stellenanzeige schreiben.

Stellenanzeige schreiben – Implizite Motive als Erfolgsfaktoren?

Implizite Motive geben Aufschluss über unsere Persönlichkeit und schlagen sich in unserer Sprach nieder. Diese Potentiale beim Stellenanzeige schreiben zu nutzen, sehen wir als einen Weg, um beispielsweise Mitarbeiterzufriedenheit wie auch den Erfolg des Unternehmens erfolgreich zu verbessern. Denn um den richtigen Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen, bedarf es einer optimalen Stellenanzeige.

Sie wollen noch mehr über die Psychologie hinter unserer revolutionären Talent Intelligence erfahren? Dann lesen Sie unseren Blogbeitrag dazu durch! Gerne beraten wir Sie persönlich in einem gemeinsamen Gespräch- melden Sie sich bei uns!

Literatur

Collins, C.J., Hanges, P.J. & Locke, E.A. (2004): The Relationship of Achievement Motivation to Entrepreneurial Behavior: A Meta-Analysis, Human Performance, 17:1, S. 95-117

Gaucher, D., Friesen, J., & Kay, A. C. (2011): Evidence That Gendered Wording in Job Advertisements Exists and Sustains Gender Inequality, Journal of Personality and Social Psychology.

McClelland, D & Boyatzis, R.E. (1982): Leadership Motive Pattern and Long-Termn Success in Management, S. 737- 743, Journal of Applied Psychology, Vol.67, No.6.

Schultheiss, O.C. (2013): Are implicit motives revealed in mere words? Testing the marker-word hypothesis with computer-based text analysis. Frontiers in Psychology, Vol. 4, Art. 748, S. 1-20.

Tausczik, Y.R., & Pennebaker, J.W. (2010): The psychological meaning of words: LIWC and computerized text analysis methods, Journal of Language and Social Psychology, 29, S.24–54.

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